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Ist Kombucha auch für Diabetiker geeignet?

Seit Tausenden Jahren schwören Asiaten auf die gesundheitsfördernde Wirkung des Kombuchas. Wer Kombucha trinkt, nimmt eine Vielzahl von bioaktiven Substanzen zu sich, die unser Immunsystem, unsere Verdauung und sogar das Herz stärken können. Nicht umsonst wird Kombucha auch als Elixier des Lebens bezeichnet.

Da Kombucha für den Fermentierungsprozess notwendigen Zucker enthält, fragt ihr euch vielleicht, wie sich das für Diabetiker auswirken kann. In diesem Artikel findet ihr einen Überblick, was Diabetes eigentlich ist – für all diejenigen, die sich schon immer gefragt haben, was die Diabetes-Typen bedeuten. Und für alle Diabetiker möchte ich ausreichend die Frage beantworten, ob es sinnvoll wäre Kombucha in ihren Speiseplan mit aufzunehmen. 

 

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Diabetes-Typen – Ursachen und Auswirkungen

Diabetes wird immer mehr zu einem gesellschaftlichen Problem. Doch was passiert bei der Stoffwechselerkrankung eigentlich genau? Der Körper braucht das Hormon Insulin, um Zucker aus dem Blut in die Körperzellen zu schleusen. Essen wir etwas, steigt der sogenannte Blutzuckerspiegel an. Die Bauchspeicheldrüse produziert daraufhin vermehrt Insulin. Bei einem Diabetiker funktioniert dieser Mechanismus nicht einwandfrei: Entweder wird nicht genug Insulin ausgeschüttet oder die Zellen reagieren nicht mehr richtig auf das Hormon. Es entsteht eine Insulinresistenz.

Das bleibt nicht ohne Folgen. Bei einem dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel versucht der Körper, den Zucker über den Urin auszuscheiden. Daher haben Diabetiker häufig einen stärkeren Harndrang und ein ausgeprägtes Durstgefühl. Wird dieser Zustand nicht behandelt, leiden die Blutgefäße und Nerven. Mögliche Spätfolgen sind unter anderem Nierenschäden, Herzinfarkt oder Augenkrankheiten.

Es gibt verschiedene Diabetes-Typen

Die Gründe für eine Insulinresistenz sind unterschiedlich: Bei Diabetes Typ 1 zerstört die körpereigene Abwehr jene Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die Insulin produzieren. Bei Diabetes Typ 2 hingegen entsteht die Resistenz vor allem durch einen ungesunden Lebensstil und starkes Übergewicht. Etwa 90 Prozent aller Diabetiker leiden an dieser Krankheitsform. Außerdem gibt es noch den sogenannten Gestationsdiabetes, von dem etwa zwei bis zwölf Prozent aller Schwangeren betroffen sind. In den meisten Fällen steigt während der 24. und 28. Schwangerschaftswoche die Insulinempfindlichkeit der Zellen im Körper. Ausgelöst wird diese durch Hormone, die der Körper in dieser Zeit produziert. Nach der Entbindung verschwindet der Diabetes meist wieder. Als Diabetes Typ 3 bezeichnet man eine Reihe von Diabetesunterformen, die aber nur selten vorkommen und sich manchmal schwer von den anderen Formen unterscheiden lassen.

 

 

Diabetiker, die an Typ 1 leiden, müssen ihrem Körper ihr Leben lang Insulin zuführen. Bei Diabetes Typ 2 kann man das verhindern – wenn die Erkrankung früh genug erkannt und therapiert wird. Umso wichtiger ist die Aufklärung, dass eine Lebensweise mit viel Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung essenziell ist. So empfiehlt sich zum Beispiel der Verzehr von reichlich Obst, Gemüse, hochwertigem Olivenöl, Nüssen und – ihr ahnt es – sogar Kombucha. Außerdem hilft Sport: Optimaler Weise sollte es eine halbe Stunde Ausdauertraining (zum Beispiel walken, Fahrrad fahren oder schwimmen) pro Tag sein.

 

Kombucha für Diabetiker: Ja oder nein?

Im asiatischen Raum trinkt man das Gärgetränk Kombucha seit mehr als 2.000 Jahren, um Körper und Seele zu reinigen sowie Wohlbefinden, Gesundheit und Schönheit zu steigern. Heute weiß man um die positiven Effekte auf unsere Gesundheit. 

Bislang sind keine schädlichen Nebenwirkungen des Teegetränks festgestellt worden, es wird im allgemeinen sehr gut vertragen. Kombucha sollte vorbeugend mit einer gewissen Regelmäßigkeit, jedoch nicht in Unmengen, getrunken werden. Als allgemeine Dosierung empfehle ich euch 200 bis 500 ml (oder 1 Flasche Kombucha Original = weniger als 1 BE) über den Tag verteilt zu trinken. Auch Diabetiker können Kombucha unbedenklich trinken. Zwar wird zum Ansetzen des Teegetränks Zucker verwendet, allerdings wird dieser im Fermentationsprozess zum größten Teil von den Bakterien und Hefen verbraucht, sodass als Restzucker nur Fructose zurückbleibt, den Diabetiker in Massen unbedenklich zu sich nehmen können.

Der Restzuckeranteil kann für Diabetiker als BE (Broteinheit) angerechnet werden. Broteinheiten sind ein Maß für den Kohlenhydratgehalt eines Lebensmittels. Insulinpflichtige Menschen mit Diabetes brauchen diese Angabe, um ihre Insulindosis zu berechnen. 1 BE entspricht 12 g Kohlenhydraten. Der Restzuckergehalt wird umso niedriger, je länger man das Teegetränk gären lässt, was für Diabetiker von Vorteil ist. Bitte fragt als Diabetiker bei Unsicherheiten den Arzt oder Ernährungsberater, bevor ihr Kombucha trinkt.

 

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Kombucha: Wirkung auf den Glucosestoffwechsel

Kombucha kann den Kohlenhydratstoffwechsel anregen und so einen normalen Blutzuckerspiegel unterstützen. Der Vergleich mehrerer Studien ergab, dass der Verzehr von schwarzem Tee, genauso wie der von grünem Tee, blutzuckersenkend wirkt und somit das allgemeine Diabetesrisiko senken kann. Davon abgeleitet hat Kombucha eine Wirkung auf die Glucoseaufnahme, unabhängig vom enthaltenen Tee.

Tipp: Kombucha aus Grünem oder Schwarzen Tee wirkt sich positiv auf die Glucoseaufnahme und auf den Blutzuckerspiegel aus. Somit kann Kombucha das Diabetesrisiko verringern. Kombucha aus Grünem Tee kann sogar noch effektiver die Blutzuckerwerte verbessern. Ebenfalls verbessert es Leber- und Nierenwerte.

 

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Fazit: Sicher ist, dass unpasteurisierter Kombucha trotz des nach der Fermentation übrig gebliebenen Zuckers und durch die hohe Menge an Nährstoffen, die positive Wirkung auf unser Mikrobiom und durch die basische Verstoffwechselung viel für unser Immunsystem tun kann. Es ist durchaus sinnvoll das fermentierte Teegetränk als vorbeugende Maßnahme gegen Diabetes in den täglichen Speiseplan mit aufzunehmen. Diabetiker müssen also unter Berücksichtigung der anzurechnenden BE nicht auf das leckere Erfrischungsgetränk Kombucha verzichten.

Fragt bitte einen Ernährungsberater oder Arzt, wenn ihr euch nicht sicher seid, wie viel Kombucha pro Tag gut für euch ist und beachtet bitte immer die Mengenangaben des Zuckers beim Kauf von Kombucha. Die Mengen können je nach Hersteller sehr unterschiedlich sein. 

 

FAQ’s

Was ist eigentlich Kombucha? 

Kombucha ist ein fermentiertes Gärgetränk, das mit Hilfe einer Kultur (Teepilz) hergestellt wird. 

Der sogenannte Teepilz besteht aus verschiedenen Mikroorganismen, Bakterien- und Hefekulturen. Er verwandelt Tee und Zucker in ein gesundes Erfrischungsgetränk. Während des Fermentationsprozesses verstoffwechseln Bakterienkulturen und Hefen den gezuckerten Tee u.a. in wertvolle Vitamine, organische Säuren, rechtsdrehende Milchsäurebakterien und Enzyme. Dabei entsteht der unverwechselbare süß-saure Geschmack und prickelnde natürliche Kohlensäure. 

Das Gärgetränk steht in einer langen Tradition. Schon vor hunderten von Jahren wurde Kombucha in Asien und Osteuropa für seine gesunde Wirkung als Lebenselexier und Gesundheitsgeber geschätzt.

Wie schmeckt Kombucha?

Kombucha nimmt je nach Herstellung, Verarbeitung und zugefügten Inhaltsstoffen verschiedene Geschmacksrichtungen an. Ein roher Kombucha, der nicht pasteurisiert wurde schmeckt süß-sauer, etwas herber als herkömmliche Limonaden und sehr erfrischend. 

Die bei der Herstellung verwendete Teesorte spielt eine große Rolle bei der Entstehung des Geschmacks und führt zu einem mehr oder weniger intensiven Kombucha. Auch die bei der Fermentation verwendete Zuckerquelle spielt eine entscheidende Rolle. 

Durch die Zugabe von verschiedenen Obstsäften kann der Kombuchageschmack während der Zweitfermentation beliebig geändert werden.

Unsere Kombucha-Sorten überraschen mit einer Vielfalt von süß-sauer über ingwerscharf bis fruchtig und exotisch.

Wieviel Zucker enthält Kombucha?

Je nach Hersteller variiert der Zuckergehalt. Jede Sorte unseres Kombuchas enthält 3 g Zucker pro 100 ml. Kombucha braucht für die Fermentation Kohlenhydrate. Unser Bio-Kombucha ist so weit fermentiert, das er ebenso wenig Zucker wie möglich enthält (bis zu 50 % weniger zu vergleichbaren Produkten und bis zu 80% gegenüber gängigen Limonaden) und dazu ist er unpasteurisiert. Das bedeutet, das er viele Nährstoffe, wie Vitamine, gesunde Hefen und Mikroorganismen für dich enthält und dazu noch lecker schmeckt. Würden wir unseren Kombucha soweit fermentieren lassen, das er keinen Zucker mehr enthält, wäre er als Erfrischungsgetränk zu ungenießbar. 

Welche Inhaltsstoffe hat Kombucha?

Bakterien- und Hefestämme: Acetobacter xylinum, Acetobacter oxydans, Gluconobacter oxydans, Gluconobacter xylinus, Saccharomyces apiculatus, Saccharomyces cerevisiae (Backhefe), Saccharomyces ludwigii, Schizosaccharomyces pombe

Vitamine: Vitamin B1, B2, B3, B6, B12, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K, Folsäure

Organische Säuren: Apfelsäure, Bernsteinsäure, Essigsäure, Folsäure, Glucuronsäure, Gluconsäure, Malonsäure, Milchsäure, rechtsdrehende (L+) Milchsäure, Oxalsäure, Usninsäure, Zitronensäure

Spurenelemente und Mineralstoffe: Eisen, Magnesium, Natrium, Kalium, Kalzium, Kobalt, Zink

Sekundäre Pflanzenstoffe: Flavone, Isoflavonoide, Polyphenole

Enzyme, Aminosäuren und Gerbstoffe: u.a. 14 verschiedene Aminosäuren

 

Gute Gesundheit!

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Elfie von Kombuchery 

Hinweis: Dieser Artikel ist ausschließlich für Informationszwecke bestimmt und nicht als professionelle Analyse, Beratung oder medizinische Auskunft zu verstehen, sondern enthält die persönliche Meinung des Autors, basierend auf recherchierter Fachliteratur und eigener Erfahrung zum Thema.

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